Ein Event für Genießer Trotz schlechten Wetters griff das Konzept im Ochsenzwinger

Obwohl das Wetter nicht gerade optimal war, habe das Konzept von Oliver Schmid und Peter Urban gegriffen, heißt es in einer Pressemitteilung zum „Taste-the-Best-Fest“, das gestern zu Ende ging. Zahlreiche Spirit-, Craftbeer- und Soulfood-Fans kamen in den Ochsenzwinger, um sich an den vielen Ständen in die Geheimnisse der Welt von Whisky, Rum, Brand, Likör, Gin und Wodka einweihen zu lassen. Und natürlich, um zu verkosten und fachzusimpeln. „Es ist immer ein Wagnis, so etwas völlig Neues auf die Beine zu stellen“, sagt Oliver Schmid, der die ganze Organisation zu verantworten hatte. „Aber wir haben gesehen, dass wir durchaus auf Augenhöhe mit etablierten Messen agieren.“
Wobei der Begriff „Messe“ für Nördlingen etwas zu kurz greift. Denn das Fest war von Anfang an als drei Tage langes Genuss- und Kulturereignis geplant. Und so ist es ein Event für jedermann geworden: für Freaks und Kenner genauso wie für Neulinge und Neugierige. Jeder konnte nach seinen Ansprüchen auf seine Kosten kommen. Auf dem Freigelände ging es auch nach Messeschluss weiter, am Freitagabend mischte die Funkstreet-Band das Publikum auf, und am Samstag gab es mit „Clapton-Mania“ Balsam auf die Ohren. Die Besucher konnten sich auch an den vier Food-Trucks mit Burgern, Pulled Pork, schwäbischen und italienischen Delikatessen verwöhnen lassen. Und in der „Lounge“ sah man viele Zigarrenraucher, die sich mit einem Glas ihrer Wahl dahin zurückzogen und still genossen. Genossen haben den Auftakt auch die vielen Aussteller, die sich darauf eingelassen hatten, das Wagnis des ersten Festes dieser Art mit zu gehen. Die meisten wollen wiederkommen, wenn es nächstes Jahr vielleicht an die zweite Ausgabe des Festes gehen wird.
 
Dass so ein Ereignis eine Bereicherung für Nördlingen und das Ries sei, meinten Oberbürgermeister Hermann Faul und der stellvertretende Landrat Reinhold Bittner, die es sich nicht nehmen ließen, auf eine Stippvisite vorbeizukommen und sogar selbst ein paar der guten Tröpfchen verkosteten.
Beim nächsten Mal hat der Wettergott vielleicht ja ein wenig bessere Laune: in Form eines Bockbierlikörs namens „Heiland“ war er dieses Jahr schon mal in flüssiger Form anwesend. (pm)
 

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